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Warum das kleinweise Aufgeben auf einen Backenbrecher unnötige Kosten verursacht

Eine vorsichtige und kleinweise Aufgabe von Material mag kontrolliert und verschleißreduzierend wirken, hat aber einige negative Effekte. Es hat eher den gegenteiligen Effekt. Backenbrecher sind so konstruiert, dass sie dauerhaft gefüllt sein sollten. Wenn der Backenbrecher nicht ausgelastet ist, sinkt die Leistung und der Verschleiß nimmt zu.

Im Folgenden wird erläutert, warum eine tröpfchenweise Beschickung sich negativ auf Ihre Betriebskosten auswirkt – und was Sie stattdessen tun sollten.

1. Ein Backenbrecher arbeitet am effizientesten mit voller Brechkammer

Ein Backenbrecher erzielt seine beste Leistung, wenn die Brechkammer gleichmäßig mit Material gefüllt ist. Das bringt klare Vorteile:

  • Die Brechkräfte werden gleichmäßig über die gesamte Backenfläche verteilt
  • Das Material wird Stein auf Stein gebrochen – nicht Stein auf Stahl
  • Die Maschine arbeitet im optimalen mechanischen Wirkungsbereich

Bei einer tröpfchenweisen Beschickung hingegen:

  • Findet die Zerkleinerung überwiegend im unteren Bereich der Brechkammer statt
  • Wird das Material nicht über die gesamte Backenlänge erfasst
  • Sind die wirkenden Kräfte ungleichmäßig und stark konzentriert

Kurz gesagt: Ein halb leer gefahrener Backenbrecher ist ineffizient.

 

2. Tröpfchenweise Aufgabe verursacht ungleichmäßigen Verschleiß

Einer der schnellsten Wege, Geld für Verschleißteile zu verschwenden, ist eine ungleichmäßige Abnutzung der Brechbacken.

Bei zu geringer Beschickung:

  • Verschleißen die Brechbacken überwiegend im unteren Bereich
  • Arbeitet häufig nur eine Seite der Brechkammer, während die andere kaum belastet wird
  • Verkürzt sich die Lebensdauer der Brechbacken deutlich

Ist die Brechkammer hingegen konstant gefüllt, werden die Brechbacken gleichmäßig abgenutzt – und halten entsprechend länger.

 

3. Material kann ungebrochen durchfallen

Ist die Brechkammer nicht ausreichend gefüllt, kann feinkörniges oder flächiges Material oder flache Schollen direkt durchfallen, ohne zuvor ausreichend gebrochen zu werden.

Die möglichen Folgen:

  • Ungebrochenes Material im Austrag
  • Große Brocken verursachen Blockaden oder Bandschäden
  • Probleme bei nachgeschalteten Maschinen, z. B. Aufgabestörungen beim Kegelbrecher

 

4. Schlechtere Materialqualität im Endprodukt

Material, das ungebrochen durchfällt:

  • Entspricht nicht der gewünschten Kornform
  • Verschlechtert die Materialqualität
  • Erschwert den Eisenaustrag

Insbesondere im Recycling bleibt eingeschlossener Bewehrungsstahl im Material gebunden, anstatt freigelegt zu werden.

 

5. Geringerer Durchsatz = höhere Kosten pro Tonne

Eine volle Brechkammer maximiert den Durchsatz:

  • Energie wird effizient genutzt
  • Der Brennstoffverbrauch pro Tonne sinkt
  • Die Kosten pro Tonne werden minimiert

Bei tröpfchenweiser Beschickung sinkt der Durchsatz, und der Kraftstoffverbrauch pro Tonne nimmt zu.

 

6. Unregelmäßige Beschickung destabilisiert den gesamten Anlagenzug

Läuft der Backenbrecher im Verbund mit einem sekundären Kegelbrecher und Siebanlagen, hat eine ungleichmäßige Beschickung Auswirkungen auf das gesamte System.

Ist der Backenbrecher unterbeschickt wird der Kegelbrecher nicht ausgelastet und man muss permanent an der Aufgabegeschwindigkeit nachstellen. Der gesamte Anlagenzug sollte so ausgelegt sein, dass eine konstante und gleichmäßige Beschickung jederzeit möglich ist.

 

Best Practice: Den Backenbrecher bis zum Anschlag füllen und nicht verhungern lassen

Um die Leistung Ihres Backenbrechers optimal zu nutzen, sollte die Brechkammer immer voll sein

  • Stellen Sie die Aufgabegeschwindigkeit so ein, dass ein gleichmäßiger Materialvorschub gewährleistet ist.
  • Stellen Sie den Brecher auf eine waagerechte Fläche, um einseitigen Verschleiß zu vermeiden.
  • Passen Sie die Zykluszeiten des Radladers oder Baggers an die Brecherkapazität an
  • Nutzen Sie den Ultraschallsensor und die Brecherautomatik, um damit der Brecher sie bei der Beschickung unterstützen kann

Wie bei allen Brechern gilt, die richtige Aufgabegeschwindigkeit und die Konsistenz ist der Schlüssel zum Erfolg.

 

Wenn Maschinist und Maschine im Einklang arbeiten, steigt der Profit

Bei RUBBLE MASTER sehen wir es immer wieder: Dieselbe Maschine erzielt völlig unterschiedliche Ergebnisse – abhängig davon, wer sie bedient.

Fehler bei der Aufgabe entstehen selten aus Nachlässigkeit. In den meisten Fällen sind sie eine Frage des fehlenden Know-hows, nicht der Disziplin. Ausbildung macht den Unterschied.

Gut geschulte Bediener verstehen warum eine gleichmäßige Beschickung entscheident ist, interpretieren das Brechverhalten richtig, und Betreiben den Brecher in der richtigen Balance zwischen Produktivität und Verschleiß.

Sie wollen mehr Leistung? Beginnen Sie mit der Ausbildung.

Auch der beste Brecher kann schlechte Angewohnheiten und Fehlbedienung nicht kompensieren. Deshalb bietet RUBBLE MASTER professionelle Schulungen für Maschinisten direkt in unserem Werk an. 

Der Fokus liegt auf:

✔ Verständnis vom Brechprozess

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Gut ausgebildete Maschinisten sorgen für besseren Durchsatz, niedrigere Kosten pro Tonne und eine deutlich längere Lebensdauer der Maschine.

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