Printheader

Investition in großzügigen Neubau steigert Maschinenausstoß und Mitarbeiterzahl

Technische Innovation bringt wirtschaftlichen Erfolg – die HMH Engineering-Consulting-Trading GmbH aus Linz-Pichling ist dafür ein Paradebeispiel. 2007 hat das oberösterreichische Unternehmen seinen Umsatz um 48 Prozent auf 33,3 Mio Euro (2006: rund 22,5 Mio Euro) gesteigert. Für 2008 wird ein Umsatzwachstum von mehr als 50 Prozent erwartet. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, investiert HMH sieben Mio Euro in einen Zubau zur Firmenzentrale in Linz-Pichling. In den nächsten drei Jahren plant HMH eine massive Steigerung der Produktion begleitet von einem Mitarbeiterwachstum um 50 Prozent.

RUBBLE MASTER Compact Recycler – eine Erfindung aus Oberösterreich
„Ich war immer davon überzeugt, dass meine Idee vom mobilen Recycling á la RUBBLE MASTER erfolgreich sein wird. Der enorme Umsatzzuwachs und die Produktionsauslastung – heuer werden wir 250 Brecher verkaufen gegenüber etwa 140 im Vorjahr – machen den Erfolg deutlich“, erklärte Gerald Hanisch, Firmengründer und Geschäftsführer der HMH Engineering-Consulting-Trading GmbH anlässlich des Spatenstichs zum HMH Neubau und ergänzte weiter: „Wir haben endgültig den internationalen Durchbruch geschafft. Das Konzept RUBBLE MASTER findet höchste Akzeptanz und ist als führende Technologie für mobiles Recycling durchgestellt. Das belegen nicht zuletzt das enorme Wachstum am nordamerikanischen Markt oder die Rückmeldungen von der ConExpo in Las Vegas, wo Besucher aus aller Welt den RM100 als „Cutting Edge Technologie“ bewertet haben.“

Die Entscheidung, diesen Markt bedienen zu wollen, ist nach Aussage des HMH Geschäftsführers eindeutig zugunsten der Expansion ausgefallen. Hauptaugenmerk legt Gerald Hanisch auch beim Neubau darauf, „das Wachstum mit unseren Werten und der gewohnt hohen Qualität bei den Produkten und beim Service zu meistern.“ Deshalb wurden seit Ende 2005 große Aufwendungen im Bereich Organisations-Entwicklung getätigt. Der nächste Schritt war die personelle Aufstockung beim Management und bei den Mitarbeitern, was dank der Positionierung des Linzer Maschinenbauers als dynamisches und innovatives Unternehmen sehr gut gelungen ist. „Damit haben wir die nötige Vorarbeit geleistet, um das Wachstum nachhaltig strukturell abzusichern“, ergänzte Gerald Hanisch.

Aufbruch in die Industrielle Fertigung
Seit Anfang August 2007 ist Gerhard Engelbrecht als Technischer Direktor bei HMH verantwortlich für den Bereich Technik & Produktion. Aufgrund der massiven Expansion der letzten Jahre war das bislang erfolgreiche Prinzip der Werkstattorganisation an seine Grenzen gelangt. Für den erforderlichen Strukturwandel wurde eine für HMH ideale Produktionsorganisation entwickelt: eine Synergie von Standplatz- und Fließfertigung, welche die Vorteile beider Systeme vereint. In der neuen Montagehalle werden vier Linien mit je vier Fertigungsstationen betrieben. So sind die Abläufe definiert und können leicht optimiert werden. Die vierte Station ist für Inbetriebnahmen vorgesehen und wird baulich abgetrennt, was in Bezug auf Lärm, Schwingungen und Emissionen deutliche Vorteile für die Arbeitsqualität bringt. „Durch die Fließfertigung können wir die Produktion jederzeit flexibel gestalten und je nach Bedarf entsprechend forcieren“, führte der Technische Direktor aus und ergänzte weiters: „Bei optimaler Auslastung und Organisation können wir im Neubau zwischen 300 und 500 Maschinen jährlich herstellen.“ 

Wie nötig die Umstellung auf Industrielle Fertigung ist, zeigt der Erfolg des Prallbrechers RM80, der kürzlich zum 400. Mal verkauft wurde. Insgesamt sind weltweit etwa 1.000 RUBBLE MASTER Brecher und hunderte Siebe erfolgreich im Einsatz - mehrheitlich im mobilen Recycling auf Recyclinghöfen, Innenstadtbaustellen, im Straßen- und im alpinen Wegebau, aber auch in der Aufbereitung von Naturstein in Schottergruben und Steinbrüchen. 

„Wir werden künftig noch mehr als bisher an der Entwicklung neuer Anlagen und Maschinen arbeiten", erklärte Gerhard Engelbrecht, "denn die vierte Fertigungslinie wird als Pilotlinie geführt und kann somit für die Fertigung von Prototypen verwendet werden." Für diese neue Produktions-Organisation galt es in Folge, die Supply Chain abzusichern und für kontinuierliche Beschaffung zu sorgen. Auch intern waren die Vorkehrungen für Beschaffung, Logistik und Produktion neu auszurichten sowie Platzressourcen, neue Teamstrukturen und ein entsprechendes Arbeitsumfeld zu schaffen. "Auch ein Umdenken bei den MitarbeiterInnen war nötig, denn für den erfolgreichen Schritt in die Industrielle Fertigung braucht es Menschen, die die Herausforderung annehmen und die bereit sind, sich auf große Veränderungen einzulassen“, erläuterte Gerhard Engelbrecht. Ein solides Qualitätsmanagement bezieht in die überprüfte Qualität aller ausgelieferten Produkte auch die Lieferanten mit ein und garantiert bereits im Vorfeld die Einhaltung der HMH Qualitätsstandards. Damit wird sichergestellt, dass die Kundenerwartungen hinsichtlich der hohen RUBBLE MASTER Qualität auch beim Hochfahren der Produktionszahlen Berücksichtigung finden.

Der Zubau: Funktionalität und architektonisches Statement

Im Spannungsfeld von Industrie und Umwelt wird nun das neue Betriebsgebäude entstehen – mit einem hochkarätigen Architekturbüro entwickelt und in Niedrigenergie-Bauweise umgesetzt. Dafür wurde mit den x architekten ein innovativer Partner gefunden, der zuletzt mit dem "Vis à Vis – OÖ. Architekturpreis 2006" und dem Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit 2006 ausgezeichnet wurde. Für das Klima-Engineering zeichnet das Büro S&P gemeinsam mit E-PLUS (Impulszentrum Bregenzerwald) verantwortlich. Ziel ist es, ein Gebäude zu schaffen, das in Sachen Raumkonzeption, Flexibilität und Energieoptimierung ein Maximum an Qualität erzielt. 
Der Spatenstich erfolgte am 6. Juni 2008, die Fertigstellung der Montagehalle ist mit Anfang 2009 geplant, der Bürotrakt soll spätestens Mitte 2009 fertig gestellt werden. Die Investitionssumme für den Zubau beläuft sich auf sieben Millionen Euro. 2.400 m² entfallen auf die Montagehalle, 1.200 m² auf das Bürogebäude. Die Grundfläche wächst von 10.000 auf 18.000 m² .

Eine Rampe für neue Perspektiven
Im Inneren wird verstärkt auf Offenheit und Transparenz gesetzt. Als Blickfang und zentrales Element erschließt eine Rampe alle Etagen des Neubaus und erklärt das Gebäude in einem Gang. „Wir wollen die Auflösung vom Office zur Werkstätte erreichen“, nennt Bauherr Hanisch seine Beweggründe, „mit einer Rampe, die in die Fertigungshalle hineinreicht und wieder ins Bürogebäude zurückführt. Eine großflächige Glasfassade kommuniziert in beide Richtungen und schafft Verständnis und Transparenz.“

Zahlreiche Kommunikationsflächen und informelle Bereiche wie Lounge und Cafeteria bieten optimale Bedingungen für Mitarbeiter, Kunden und Netzwerk-Partner. Sie stellen auch in Zukunft den kreativen Zugang zur Problemlösung sicher. „Denn man muss sich vom Problem lösen, um ein Problem lösen zu können“, ist Gerald Hanisch überzeugt. Hier werden auch Events statt finden, die Teil der Unternehmenskultur und Anziehungspunkt für alle Netzwerk-Partner sind. „Mir geht es darum, neue Perspektiven zu schaffen“, beschrieb der Firmenchef seine Motivation – „das Gebäude etwa bei 'off hour' Events zu beleuchten und immer wieder neu erfahrbar zu machen. Erst dadurch entsteht ein Bild, das unserem Unternehmen gerecht wird und die Lebendigkeit widerspiegelt. HMH und RUBBLE MASTER stehen für Offenheit, Innovation, Begeisterungsfähigkeit und Teamgeist. Architektur ist ein Statement, das unsere Werthaltung ausdrückt. Das Gebäude ist Teil unseres Brandings, unserer Markenbildung.“

Zuwachs geplant von 100 auf 150 MitarbeiterInnen in drei Jahren
In den nächsten drei Jahren wird eine weitere Steigerung der Mitarbeiterzahl erforderlich sein. Im Bauprojekt wurde daher ein Zuwachs von 50 Prozent berücksichtigt, was bis 2010 etwa 150 MitarbeiterInnen bedeutet. „Wichtig war mir“, so Bauherr Gerald Hanisch, „dass eine Investition von sieben Millionen Euro auch eine Weiterentwicklung der Organisation bewirkt und wir 'gereift' in den Neubau ziehen. Ich denke, das kann ich zum heutigen Tag schon bestätigen. Das gibt mir ein sehr gutes Gefühl, dass sich dieses Investment sehr schnell rechnen wird und es durchaus Sinn macht, diesen Bau so qualitätvoll wie möglich zu gestalten und sowohl in der Architektur, als auch in der Bauausführung am neuesten Stand zu sein.“

Hanisch abschließend: „HMH ist in wenigen Jahren zum Weltmarktführer für mobile kompakte Recycling-Anlagen geworden. Die Aufwärtsentwicklung geht, wie unsere Zahlen belegen, ungebrochen weiter. Wir haben immer versucht uns am Markt sehr exakt zu profilieren und zu vermitteln, für welche Werte wir stehen: Offenheit, Transparenz, Innovation und Bedachtnahme auf höchsten Kundennutzen – aber auch auf die Menschen, die dies erarbeiten. Und das neue Bauwerk soll zu dieser Positionierung beitragen. Im Grunde setzt sich in diesem Gebäude die Innovationskraft unserer Produkte und unserer Organisation fort.“

Fotos © HMH/Fellner
Rendering © x architekten
zum Download in der Fotogalerie