Christian Steinbacher - Auf der Blinkspur. Loipen und Kreisel
Im Jänner dieses Jahres, in dem Monat der öffentlichen Übertragung seines Hörspiels „Die Gondelfahrer" in der HMH-Galerie, hat der Autor Christian Steinbacher Tag für Tag Texte für die Wiener „lichtzeile" (ein Projekt von „Literatur + Medien" nach einem Konzept von Christine Böhler, das es Schreibenden ermöglicht, eine elektronische Anzeigetafel direkt von ihrem Computer aus zu bespielen) erarbeitet. Diese Prosaminiaturen bilden das Kernstück seiner jüngsten Publikation AUF DER BLINKSPUR. Anlass und Bezug genug, das aktuelle Buch des Autors, das zum 18. August in der „edition ch" erscheint, in unserer Galerie zu präsentieren.
Der Autor notiert zu seiner BLINKSPUR:
„Der Ausgangspunkt: Minimale Impressionen, die das Folgende unterlegen wie auch hervorrufen.
Das Folgende: Ein Haken-Schlagen in beinah plauderndem Fortlauf: Erörterungen oder benachbarte Eindrücke als daraus resultierende Bilder- und Gedankenfluchten aus jähen Reflexionen, Betrachtungen und Wissensständen (bzw. Fakes), und das alles versammelt – so wie einem Gedanken einschießen im Umfeld anderer, sich dabei verzettelnd und ausfransend, aber auch ungewohnte Bögen ziehend – auf in etwa je eine Seite langen Texten."
Die aktuelle Ausstellung WINTERWHITE LANDSCAPES in der Galerie der HMH Kunstereignisse von Claus Prokop bildete den Rahmen für die Lesung Steinbachers - mit Geleitworten der Verlegerin Lisa Spalt.
Biografie Christian Steinbacher
geb. 1960, lebt seit 1984 in Linz.
Seit 1988 erschienen von dem auch mit Auftritten und radiophonen Arbeiten (zuletzt das Hörspiel „Die Gondelfahrer", ORF 2002) präsenten Autor mehrere Bücher u. a. in der edition neue texte, der edition gegensätze, der herbstpresse, der edition ch (zuletzt: „der wandel motzt", Gedichte, 2000, und nun: „Auf der Blinkspur. Loipen und Kreisel", 2003) und im Haymon-Verlag (zuletzt: „Für die Früchtchen. Ein Plädoyer", 2000; ein weiterer Prosaband ist für 2004 vorgesehen).
Seit Beginn seines dichterischen Arbeitens ist der Autor immer wieder auch durch vermittelnde Tätigkeiten hervorgetreten, so etwa von 1994 bis 2000 als Herausgeber des „Blattwerk" (gemeinsam mit Elisabeth Messner) oder durch die Konzeption und Organisation literarischer Veranstaltungen (u. a. die laufende Reihe der „linzer notate" in der Galerie MAERZ).