Kompakter Brecher RM60 am Schneeberg im Einsatz beim höchsten Bergbahnhof Österreichs
Für Österreichs höchst gelegenen Bahnhof laufen am Hausberg der Wiener, dem Hochschneeberg in Niederösterreich, seit Mai 2008 die Bauarbeiten auf Hochtouren. Dieses ambitionierte Projekt in 1.800 m Seehöhe stellt größte Anforderungen an alle Beteiligten. Nach Abschluss der Genehmigungsverfahren folgte Ende 2007 ein Einsatz des Österreichischen Bundesheeres, bei dem für den neuen Bergbahnhof Platz geschaffen und 10.000 m3 Fels gesprengt wurde. Die ALPINE Bau GmbH unter der Gruppenleitung von Gernot Steinberger, zuständig für Umwelttechnik und Sonderprojekte, welche für die Baumeisterarbeiten dieses Prestigeprojekts verantwortlich zeichnet, entschied sich laut Bauleiter Florian Blaschek dafür, dieses Material Kosten schonend vor Ort aufzubereiten und zu verwerten.
Dafür musste ein kleiner, leistungsstarker Brecher gefunden werden, der mit der Zahnradbahn „Salamander“ zum Einsatzort auf den Schneeberg transportiert werden konnte. Aufgrund seiner kompakten Bauweise fiel die Entscheidung auf einen RUBBLE MASTER Compact Recycler RM60 samt Nachsieb zum Klassifizieren. Am 20. Mai 2008 früh morgens kam der nur 12 Tonnen schwere Prallbrecher zur Talstation in Puchberg. Betreut von Service-Monteuren der RUBBLE MASTER Marketing und Vertriebs GmbH wurde der RM60 in drei Teile zerlegt, da der Lastenzug des „Salamander“ auf einem Waggon 9,5 to und am zweiten 8,6 to transportieren kann. So erfolgte der Transport in zwei Fuhren, gemeinsam mit einem RUBBLE MASTER Nachsieb CS2500. Eine Fahrt zur Baustelle auf der Bergstation dauert 50 Minuten, wobei auf 9,8 km Fahrt 1.218 Höhenmeter zu bewältigen sind. Die beiden Tunnel stellten dabei kein Problem dar. Schwieriger gestaltete sich da schon das Abladen und der Zusammenbau, da auf der Baustelle ausschließlich kompakte Geräte im Einsatz sind.
Umweltschutz als Prinzip
Umweltschutz ist am Schneeberg ein Grundprinzip: denn im Wasserschutzgebiet, aus dem die Wiener ihr Hochquell-Wasser beziehen, darf nichts weggeworfen oder verunreinigt werden. RUBBLE MASTER Compact Recycler, Technologieführer für mobiles Recycling seit 1991, entsprechen einem hohen Umweltideal: das drückt sich schon im Prinzip der mobilen Verarbeitung von Gestein und Baurestmassen am Ort ihres Entstehens aus. Dank der hohen Qualität des kubischen Endkorns kann dieses auch vor Ort vielfältig wieder verwendet werden. Der effiziente Diesel-elektrische Antrieb schont die Umwelt dank geringer dimensioniertem Antriebsaggregat und weniger Immissionen. Ein weiterer Vorteil ist die kleine Menge an Hydrauliköl in dieser Maschine.
Große Leistung bei kompakter Größe
So beeindruckend leistungsstark wie die kleine Zahnradbahn beim Transport, zeigte sich dann auch der kleinste RUBBLE MASTER Brecher beim Verarbeiten der 5.000 m³ Kalkstein. Auf der beengten Baustelle direkt neben den Gleisen erwies sich die kompakte Bauweise des RM60 erneut als Vorteil. Und anstatt das Naturgestein mühsam und zeitintensiv mit der Zahnradbahn ins Tal hinunter und von dort weiter zu einem Verarbeitungsplatz, und das benötigte Baumaterial wieder hinauf zu transportieren, übernahm der RM60 nun zügig die Verarbeitung vor Ort. Dazu wurde und wird das gesprengte Gestein mit Hydromeißel auf eine Aufgabegröße von bis zu 500 mm vorbereitet und mit einem kompakten Radlader in den Aufgabetrichter des RM60 aufgegeben. Das kubische Wertkorn gelangt dann vom Austragsband des Brechers in die Siebbox des CS2500 und wird dort auf 2 Fraktionen abgesiebt: Feinmehl 0/16 mm und Grobkorn 10/50 mm. Unter guten Bedingungen wird von Montag bis Freitag von 7 bis 20 Uhr gebrochen – unter den neugierigen Blicken der Wanderer. Regen und starker Nebel erschweren die Arbeiten – aufgrund des hohen Lehmanteils im Aufgabegut und beim Absieben des Feinmehls. Dennoch wurde bis Mitte Juli bereits etwa die Hälfte des Kalksteins verwertet.
Kosteneinsparung durch vielfältige Verwertung
Ende September soll der neue Bahnhof fertig gestellt sein. Die Einsatzmöglichkeiten des hochwertigen kubischen Endkorns sind dabei vielfältig: so wird ein Teil als Frostschutz für die Pflastersteine verwendet, ein anderer zur Hinterfüllung von Gräben, Künetten und Fundamenten. Weiters wird das Dach des neuen Bahnhofsgebäudes mit dem gebrochenen Material bedeckt. Das feine Material wird aufgrund der passenden Körnung auch als Betonzuschlagsstoff eingesetzt. Falls Schotter übrig bleibt, könnte dieser noch zur Wegesanierung verwendet werden. Auch für die Wegegestaltung vom Bahnhof zum Dammböckhaus und in weiterer Folge bis zur Fischerhütte, wird der aufbereitete Fels eingesetzt.
Fertigstellung bis September 2008
Bisher besuchten jährlich etwa 130.000 Gäste den Hochschneeberg. Die Zahnradbahn, die Ende 1897 für den Verkehr freigegeben wurde, gilt als ein Meisterwerk der Technik. Seit 1999 werden für den Fahrbetrieb Dieseltriebwagen eingesetzt, deren auffällige Lackierung einem Feuersalamander nachempfunden ist, welcher zum offiziellen Wappentier der Schneebergbahn wurde. Einige der Dampflokomotiven stehen fahrplanmäßig als Nostalgiezüge zur Verfügung. Der neue Bergbahnhof, der höchste Österreichs, wird den Gästen eine moderne, kundenfreundliche Halle mit Panoramablick auf die herrliche Bergwelt bieten, mit Museum, Rezeption und Souvenirshop und Verbindung zum Berghaus Hochschneeberg. Zwei Gleise für den „Salamander“ sind in der Halle untergebracht. Im Freien wird es ein Gleis für die Nostalgiebahn geben.
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Ca. 5.500 Zeichen / 760 Wörter. Alle Bilder frei zum Druck.
Inhaber: HMH / RUBBLE MASTER, Austria
Veröffentlicht: Juli 2008