Printheader

Linde Klement über ihre Arbeit „MOVING”

Ich habe Künstler, Wissenschafter, Manager, Theologen... gebeten mir persönliche Stellungnahmen zum Thema „MOVING" zu schicken:
Um der Vielfalt an Meinungen gerecht zu werden, habe ich verschiedene fotografische Ebenen in Form von Doppelbelichtungen, die in der Dunkelkammer entstanden sind, und Überblendungen eingesetzt.

Bewegung ist vom Standpunkt des Betrachters abhängig. Personen, die in Fahrzeugen unterwegs sind, stehen meist selber still – sie werden bewegt. Bezieht man auch die  Rotation der Erde, die Bewegung der Erde um die Sonne mit ein, so sind wir genau genommen ständig in Bewegung.

Bewegung erfahren wir auch als emotionale Komponente, wenn uns etwas anrührt und bewegt.

Die Entwicklung auf Grund der Lebensgesetze, die für Mensch und Natur gleichermaßen Gültigkeit haben, ist ebenfalls Veränderung: Entstehung und Geburt, Wachstum, Fortpflanzung, Krankheit, Vergehen, Tod.

Fortschritt und Aufbruch empfinden wir oft als allzu schnell – das macht Angst. Wir halten inne. Wir suchen Entschleunigung, um dem Prozess die Dynamik zu nehmen und der Oberflächlichkeit zu entfliehen.

Dennoch: „MOVING" ist Leben. Es ist Notwendigkeit. Stillstand wäre Tod.

Fotografie ist in zeitlicher Hinsicht immer ein Stillstand, der Augenblick wird vermittelt. Daher war es besonders spannend, Bewegung, Veränderung und Geschwindigkeit in den Fotos einzufangen.

Biografie Linde Klement
Geboren 1957 in Linz. Ausbildung in künstlerischer Fotografie an der Prager Fotoschule Österreich, Diplom 2003


Rudolf Habringer
las bei der Vernissage aus seinem neuen Werk “Thomas Bernhard seilt sich ab.” Satiren & Parodien III - Resistenz-Verlag, Linz 2003

...Der Titel ist freilich grob irreführend, denn Thomas Bernhard seilt sich gar nicht ab. Zumindest nicht in Habringers neuem Wurf, der nicht minder eindrucksvoll als seine beiden Vorgänger unter Beweis stellt, welch humoresken Kräfte in der heimischen Literaturszene sprießen...

....Der zweite Hauptteil des Bandes ist das "Rotkäppchendossier", eine Sammlung von Parodien, in der von Büchner, Nestroy, Brecht, Tucholsky bis zu Jelinek, Jandl, Menasse und vielen anderen die Sprache der einzelnen Autoren auf brillante, manchmal entlarvende Weise demontiert und imitiert wird....