Hermine Asamer - Arbeiten auf Papier
Grundlage der Papierarbeiten sind Brandspuren, bestimmend ist der kreisförmige Abdruck einer Herdplatte. Darüber ziehen sich typografische Elemente, sowie geometrische und freihändige Zeichnung. Spärlich Farbe und die zarten grafischen Akzente verleihen der Arbeit Poesie und feinen Witz. In lockerem Rhythmus gehängt unterstreicht dies die Leichtigkeit und Experimentierfreudigkeit des zeichnerischen Ausdrucks.
In formaler Verbindung dazu stehen zwei Eisenobjekte. Schwere und Kompaktheit bilden einen Gegenpol, weisen aber in Farbton und formaler Prägnanz wesentliche Aspekte der Bildarbeiten auf.
Streng aufgebaut die Acrylmalerei, die Bilder stellen im weitesten Sinne Landschaften dar. In erster Linie bestimmen die Raumrichtungen (Horizontale, Vertikale und Schräge) das Bildgeschehen. Statische Elemente wechseln mit dynamischnen, hart abgegrenzte Flächen kontrastieren mit offenen Übergängen, modulierter Farbauftrag mit homogenem. Hermine Asamer verzichtet auf Details und vermittelt großzügige Raumerfahrung, Leere und dramatische Stille.
Um Verschränkungen von zwei, in ihren Kräften gleichwertigen Flächen, geht es in den minimalistischen Bildobjekten. Das Konzept verfolgt eine Utopie des idealen Ausgleichs. Die weißbemalten, gerissenen Stoffe formen in mehreren Lagen in- und übereinenader verspannt, geöffnete Flächen und rhythmische Linien. In ihrer Abstraktion nähern sie sich meditativer Klarheit.
Biografie Hermine Asamer
wude 1962 in Linz geboren und besuchte die Kunsthochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz. Sie lebt mit zwei Kindern in Walding und ist in Leonding künstlerisch tätig.