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Gwenyambira - Multimediale Installation

Eine Klang / Video / Foto-Installation als Hommage an SIMON MASHOKO, einer beinahe vergessenen Legende der Mbira-Musik in Zimbabwe, der Generationen von Musikern im südlichen Afrika nachhaltig beeinflusste. Mit ihrem Projekt reflektieren der Komponist KLAUS HOLLINETZ, der Filmemacher MICHAEL PILZ und WERNER PUNTIGAM (Musiker/Komponist/Fotograf) ihre Begegnungen mit dem heute fast Neunzigjährigen bei gemeinsamen Reisen nach Zimbabwe im Rahmen von Kulturaustauschprojekten im Juli 1997 und Jänner 2002. Im Sinne dieser Erfahrungen, des kulturellen Austausches und der künstlerischen Auseinandersetzung entstand die Idee einer multimedialen Installation, welche die Annäherung und Überschreitung geografischer und sozialer Distanzen thematisiert.

Zu den einzelnen Beiträgen:

KLAUS HOLLINETZ
Über sechs kleine Lautsprecher wird die Klanginstallation ":::visitors:::" hörbar, eine Klangkomposition aus verschiedenen Ebenen, die mit den Mitteln der elektronischen E-Musik Aufnahmen der Musik Simon Mashokos und der seinen Lebensbereich umgebenden Klangatmosphäre be- und verarbeitet.

MICHAEL PILZ
Projektion einer speziellen Video-Montage („Gwenyambira Simon Mashoko") der Aufnahmen von 1997 und 2002, ergänzt durch Videoaufnahmen des Musikers Franz Fellner (1996) sowie durch Ausschnitte aus dem Film „Mbira: Njari, Karanga Songs in Christian Ceremonies" (1976) des Musikethnologen Andrew Tracey.

WERNER PUNTIGAM
Fotoserie "inter.view/mashoko", großformatige Fotoprints verschiedener Licht- und Augenblicke, verdichteter Atmosphären, fremder und vertrauter Gegenüber, subjektiver Momentaufnahmen.

2CD / CD-ROM (ATS-Records 0547)
"Die Doppel-CD 'Gwenyambira' entführt den Hörer direkt ins südliche Afrika, nach Zimbabwe, wo der mittlerweile 90-jährige Simon Mashoko lebt, der in seiner Heimat als Legende der Mbira-Musik gilt: Mashoko setzte sein Instrument, das im traditionellen Ahnenkult der Shona eine wesentliche Rolle spielt und deshalb von den Missionaren lange bekämpft wurde, in der christlichen Liturgie durch.
Der Musiker und Fotograf Werner Puntigam, der Komponist Klaus Hollinetz und der Filmer Michael Pilz besuchten den Musiker 1997 und 2002, um schließlich eine in Linz und Wien zu sehende Klang- und Bildinstallation zu entwerfen, die nun auch auf CD vorliegt.
Mit rauher Stimme und schon etwas klammen Fingern vernimmt man da Mashoko selbst, ungeschliffene Klänge von großer Anmut, die Hollinetz vor Ort auf Mini-Disc-Recorder aufgenommen hat.
CD2 enthält Hollinetz' Remix-Komposition von Mashokos Mbira-Kunst, in die er auch Alltagsklänge aus Zimbabwe einbezog - eine elektronisch galvanisierte Soundscape, wie eine traumhaft und assoziativ am inneren Auge vorüberziehende Erinnerung.
Pilz' knapp 24-minütiges Video, das Mashoko bei der Arbeit an den Instrumenten, spielend und im Kreis seiner Familie zeigt, sowie Puntigams Fotoserie erweitern dieses Dokumentationsprojekt um qualitätvolle optische Komponenten."
Andreas Felber, CONCERTO magazine

mp3-soundfile: Simon Mashoko CD1