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mulonga.net - windhund klangbrücke rewind - cd präsentation

Ein Jahr nach der "Klangbrücke" zwischen Linz / Donaupark und Binga / Zambezi feierte Peter Kuthan von mulonga.net mit Otto Lechner & Windhund Records am 5. September 2005 eine weitere CD-Präsentation im Kulturaustausch mit Zimbabwe und der Tonga Musik.

Das Projekt Tonga.Online hat im entlegenen Binga Distrikt in Zimbabwe drei Computerzentren an Schulen eingerichtet um dem Volk der Tonga Zugang zum Internet und eine Plattform der Information und Verständigung zu ermöglichen. Anfangs September 2004 querte eine über hundertköpfige Ngoma Buntibe Musikgruppe mit Chief Sinazongwe aus Zambia in ihren Fischerbooten die kilometerbreiten Gewässer um mit der Tonga Gemeinde auf der zimbabweschen Seite die Eröffnung der zwei Computerzentren in Siachilaba und Siansundu zu feiern. Gleichzeitig wurde über das Internet Radio Emap.FM und die website mulonga.net eine Verbindung zwischen diesem MULONGA.NET FESTIVAL im Tonga Gebiet und dem ARS ELECTRONICA FESTIVAL in Linz hergestellt.

Diese Klangbrücke zwischen dem Dorf Siachilaba und dem Donaupark in Linz stand für den ambitionierten Versuch den global digital divide sichtbar zu machen und symbolisch zu überwinden: Karl Ritter, unterwegs bei den Tonga am Zambezi und Otto Lechner vor dem Brucknerhaus an der Donau spielten gleichsam die Boten im Cyberspace. Die Windhunde waren schon 2002 bei den Tonga auf Besuch und haben seither in mehreren Begegnungen mit Musikern aus Zimbabwe, wie mit Thomas Mapfumo im Porgy&Bess 2004, diesen Kulturaustausch fortgeführt.

"For the Tonga people like me, there is something deeply biblical about the word MULONGA, yet it is a modern story too. One of massive but unshared technology. One of plentiful water but perpetual drought." (Dominic Muntanga)

Als die Tonga gewaltsam aus dem Flusstal des Zambezi Stroms in die Halbwüsten weiter Inland umgesiedelt wurden, um dem Kariba Stausee Platz zu machen, haben sie diese desaströse Konfrontation mit dem modernen Fortschritt nicht zuletzt dank ihrer starken kulturellen Identität und einzigartigen Ngoma Buntibe Tonkunst überlebt. Jetzt nehmen sie die Werkzeuge der modernen Informationstechnologie zur Hand, um in schwierigen Zeiten zu bestehen. Schließlich geht es auch bei der Überwindung des digital divide nicht um milde Gaben, sondern um das Recht auf Teilhabe und Kompensation – lokal wie global: Timeshift – Zeitenwechsel ist angesagt.

Veranstalter: HMH Kunstereignisse 
Windhundrecords + ARGE Zimbabwe
im Rahmen der Ars Electronica 2005
gefördert durch Kultur Land Oberösterreich

Es spielten:

Otto Lechner: Akkordeon
Karl Ritter: Gitarre
João de Bruçó: Perkussion
als Gast Klaus Hollinetz: Electronics