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»Imma des Söwe«: Trost oder Drohung?

Bereits zum dritten Mal gastieren die drei "im besten Sinne des Wortes dilettierenden Kapellmeister" bei HMH in Linz. Im Kulturteil der Spatenstichfeier spielen Kollegium Kalksburg ihr neues Programm „Imma des söwe“.

Freitag, 6. Juni 2008 ab 15 Uhr
Festzelt am HMH Gelände - Im Südpark 196 4030 Linz

Imma des Söwe, Alles von neuem, Alles ewig, Alles verkettet, verfädelt, verliebt, o so liebtet ihr die Welt, - ihr Ewigen, liebt sie ewig und allezeit: und auch zum Weh sprecht ihr: vergeh, aber komm zurück! Denn alle Lust will - Ewigkeit!
Friedrich Nietzsche »Also sprach Zarathûstra« 

Das vorliegende Werk versammelt ältere und neuere Eigenkompositionen, verwordaglte Interpretationen, Umdichtungen, Nachdichtungen und Neudichtungen längst kanonisierten Liedguts, jahrelang auf allen wienerischsprachigen Bühnen der Welt geprobtes sowie zwei tiefe Verbeugungen vor Ernst Kölz und dem seligen Joe Berger (»Heissen in Kuba« & »Couplet«). Aber auch ungeprobtes wird nun endlich einer geneigten und hoffentlich besseren Nachwelt mit der höflichen Bitte um gefällige Kenntnisnahme gestellverfügt:

z.B. die von Kennerinnen wie auch Kennern gefürchteten »Schulagschdanzln«, eine Sammlung von siebenhundertfünfundvierzig Vierzeilern, mit deren Verfassung ich im laufe des vergangenen Jahres, angeregt von Roland Joseph Leopold Neuwirths Internetklasse bei der Schule für Dichtung (www.sfd.at), ausschliesslich befasst war, wurden auf ein beinahe erträgliches Maß zusammengestutzt und auf die ganze Kompaktdiskette gerecht verteilt (Gießkannenprinzip); und die ungekürzte, weil unstutzbare siebenminütige Meditation »Ein schöner Tag«, die hier erstmals einer breiteren Öffentlichkeit gratis (da im kaufpreis nicht enthalten) zugänglich gemacht wird; und das sommerhitverdächtige »Iwaroi wochsn d Hoa«, eine schonungslose Analyse der momentanen politischen Mehrheitsverhältnisse in Österreich; und die herzergreifende Barockballade »Zizalweis«, wo über die Art der Ziehung der daraus durchaus in Betracht zu ziehenden Konsequenz ausführlichst nachgedacht wird; und »Schaas mid Gwastln«, ein in Vico Torrianischer Manier gesungenes Kochrezept; und nicht jeder, der sauft, ist ein Kollege; und …
Trost oder Drohung? Es is Imma des Söwe: Es Schbüd si O, ma wiad Oid und Blad und Bessa Wiads Nimma!

»Das Leben ist uns leicht geworden, am leichtesten, wenn es das Schwerste von uns verlangte. Wer uns in den Tagen dieses Winters gesehn hat, wo wir, ohne Unterbrechung, lauter Sachen ersten Ranges gemacht haben, die kein Mensch uns nachmacht - oder vormacht, mit einer Verantwortlichkeit für alle Jahrtausende nach uns, wird keinen Zug von Spannung an uns wahrgenommen haben, um so mehr eine überströmende Frische und Heiterkeit.

Wir aßen nie mit angenehmeren Gefühlen, wir schliefen nie besser. Wir kennen keine andere Art, mit großen Aufgaben zu verkehren, als das Spiel: dies ist, als Anzeichen der Größe, eine wesentliche Voraussetzung. Der geringste Zwang, die düstre Miene, irgendein harter Ton im Halse sind alles Einwände gegen einen Menschen, um wieviel mehr gegen sein Werk!«
Friedrich Nietzsche Ecce Homo »Warum ich so klug bin«

Es spielen:
Heinz Ditsch: Akkordeon, Singende Säge, Gesang
Paul Skrepek: Kontragitarre, Gesang
Wolfgang Vincenz Wizlsperger: Liedgesang, Kamm, Tuba